Wer möchte mit dem Vorstellen beginnen?

 

Die viel geliebten Vorstellungsrunden. Ich kenne kaum jemanden niemanden, der sich auf diese Situation freut. Was soll ich sagen? 

Unlängst habe ich an einem Seminar teilgenommen, in dem es um Storytelling ging. Und spannender Weise haben wir uns genau diesem Thema gewidmet, der Vorstellungsrunde. Die Vortragende hat uns dann erzählt, dass bei der klassischen Vorstellungsrunde mit Mein Name ist, beruflich mache ich, und ich bin so und so alt, viele Menschen sich an die Namen der Anderen schon in der nächsten Pause  nicht mehr erinnern können. Ja das kenne ich gut, ich merke mir Namen wirklich schlecht..........

Durch die Blume sagen…..

 Eine Redewendung die wir alle kennen. 
 Etwas durch die Blume sagen, das wollen wir immer dann wenn wir etwas nicht klar an- oder aussprechen wollen. Wenn wir  verbale Inhalte nett  verpacken wollen. Um unser Gegenüber nicht zu verletzen oder diese  geringer zu halten. Dann wollen wir Themen in Watte einpacken.
Gerne reden wir auch um den heißen Brei herum und hoffen, dass unser Gegenüber "eh" versteht was wir sagen wollen.
Häufig  versuchen wir auch Kritik durch die Blume zu sagen.
 Ich habe mich mal „schlau“ gemacht und den Ursprung dieser Redewendung nachgelesen. Es wird vermutet, dass diese Redewendung auf die Blumensprache zurückzuführen ist. Früher, also im 18. Jahrhundert, hat man Blumen für sich sprechen lassen. Die Menschen haben damals ihre Gedanken und Gefühle auf diese Weise ausgedrückt ohne dass sie etwas klar sagen mussten. Blumen wurden in dieser Zeit als Kommunikationsmittel verwendet. Wenn ein Mann heute einer Frau rote Rosen überreicht, dann verstehen Frauen die Botschaft dahinter. Diese Bedeutung hat sich bis heute durchgesetzt. Aber wissen Sie was ein Veilchen „sagen“ wollte, damals ? Ein Veilchen wurde benutzt um jemanden zu umwerben. Eine weiße Nelke beinhaltete die Botschaft, dass man zu haben ist. Mit einer gelben Tulpe brachten Männer früher zum Ausdruck wie glücklich sie über die Liebesbeziehung sind. 
 Dieses Wissen ist für mich, bis auf die rote Rose, neu. Aber jetzt verstehe ich die Redewendung und bin mir sicher, dass die Blumen als Kommunikationsmittel damals, als beide Seiten ihre Botschaft dahinter genau wussten, funktioniert hat. 
 Heute habe ich eher das Gefühl, dass Inhalte, die Menschen durch die Blumen sagen wollen, nicht ankommen oder nicht verstanden werden. Wahrscheinlich weil wir keine allgemein bekannte Blumensprache mehr sprechen.
 Vielleicht sollten wir uns mehr darin üben Inhalte klar an- und auszusprechen immer mit dem Bewusstsein, dass wir zu Menschen sprechen.
 Und Menschen haben Gefühle haben und durch unsere Worte verletzt werden können. 
Die Kommunikation in unserem Jahrhundert benötigt wahrscheinlich eher einen bewussten und bedachten Umgang mit unseren Worten.
 Und vielleicht manchmal die rote Rose oder als Danke schön die Merci Schokolade !

Ein gutes ARGUMENT, bringt was

 Ein gutes Argument ist entscheidend für den Erfolg des Gespräches. Vom richtigen Argument

Gut argumentieren heißt für mich jedoch nicht, viele Gründe zu finden, mit denen es gelingt den anderen zu überreden. Für mich sollen Argumente niemals das Ziel haben jemanden zu überreden. Überreden halte ich persönlich für eine Taktik mit Nachteilen. Jemand der überredet wurde, ist nicht von sich aus davon überzeugt und somit häufig auch nicht mit voller Kraft dabei. 


Sich gut verstehen !

Sich gut verstehen ! 

Jeder hat das Gefühl genau zu wissen was der andere meint und es gibt auch kaum einen Raum für Missverständnisse. Es sind Gespräche, mit einem  großen Wohlfühlcharakter. In dieser Vertrautheit wird offen und viel gesprochen.

Dieses „sich gut verstehen!“ ist schon nicht immer einfach, wenn wir uns gegenüberstehen und uns unsere Körpersprache unterstützen kann. In der schriftlichen Kommunikation wird es nochmals schwieriger. Worte, schwarz auf weiß können ohne meine Mimik ganz anders wirken. Wenn ich schriftlich mich rein auf eine Informationsweitergabe konzentriere, dann werden meine Sätze schnell als hart empfunden.

Aber, das muss nicht so sein. Auch in der schriftlichen Kommunikation kann ich mich so ausdrücken, dass mein Gegenüber das Gefühl hat ich versteh` ihn. Wie?    

Ihre Michaela Sauer

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Ein (Sprach-) Bild sagt mehr als tausend Worte !

Dieses Sprichwort wird oft verwendet und wir wissen, dass es stimmt. Was Worte nicht erreichen, schaffen Bilder. Was (Sprach-) Bilder für mich noch können, sie können mir manchmal die Welt so zeigen, dass ich sie verstehen kann. Wenn ich mir von etwas ein Bild machen kann, dann habe ich es auch verstanden.

Eines meiner wichtigsten Sprachbilder konnte mir meine Physiotherapeutin mit ihren Worten zeichnen. Erst dann konnte ich mit meiner Verletzung umgehen.


Gleich – gültig Kommunizieren

 

Gleichgültig, Gleichgültigkeit – wir alle kennen dieses Wort. 

Es soll aussagen, dass einem etwas vollkommen gleich ist, einem etwas egal ist, etwas für einen bedeutungslos ist.

 Wenn man nach Definitionen sucht findet man folgendes: weder Lust noch Unlust empfindend oder erkennen lassend, ohne Bedeutung oder Wichtigkeit und auch gefühllos und interesselos.

 Wir können es auch zum „Einsatz“ bringen, wenn Emotionen wie Wut, Ärger, Enttäuschung, Traurigkeit … hervorgerufen werden sollen.

 Dann wenn wir sagen: “Du bist mir gleichgültig“ 

Mit diesem Satz können wir sehr bewusst verletzen.

Wir kennen dieses Wort, seine Bedeutung und seine (Aus-) Wirkungen sehr gut und verwenden es bewusst.

 

Aber wenn wir dieses Wort teilen und daraus ein gleich – gültig machen, dann finde ich es sehr wertvoll in meiner Kommunikation.

Denn verwende ich es so, dass meine und Deine Meinung gleich- gültig sind.

Das bedeutet meine Meinung ist nicht besser als Deine.

Es bleiben dann zwei Ansichten nebeneinanderstehen und haben beide die gleiche Gültigkeit.

 

Gleich-gültig bedeutet ein Annehmen können einer anderen Sichtweise.

In dieser Bedeutung hat dieses Wort, gleich-gültig,  einen neuen wichtigen Platz in meiner Kommunikation gefunden.